23.06.2015
Worauf man bei der Fragebogenerstellung achten sollte


Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

Worauf man bei der Fragebogen-Erstellung achten sollteIn der Theorie klingt es so leicht, eine Meinungsumfrage durchzuführen – schließlich muss man ja oberflächlich betrachtet nur einen Fragebogen

  1. entwerfen
  2. verbreiten
  3. später einsammeln
  4. auswerten

Doch schon Schritt 1 ist so komplex, dass Unternehmen mit unerfahrenen Organisatoren oft viel Zeit und Geld vergeuden, ohne am Ende auswertbare Daten zu erhalten.

Daher möchten wir Ihnen heute sechs grundlegende Tipps geben, aus denen ersichtlich wird, was Sie beim Erstellen eines Fragebogens beachten sollten.

1. Stellen Sie sich eine präzise Frage

Bevor Sie überhaupt an die nähere Gestaltung des Fragebogens denken, sollten Sie sich zunächst fragen, was Sie mit der Umfrage erreichen möchten. Formulieren Sie daher eine große Fragestellung, zu der Sie die Befragten interviewen möchten.

2. Vorlagen aus dem Internet sind nur begrenzt einsetzbar

Zugegeben, das Internet ist voll von Webseiten, die kostenlose Fragebögen für jeden Zweck anbieten – doch es gibt oft zwei gravierende Probleme:

  1. Die Fragebogenersteller kennen und beachten meistens die Techniken schriftlicher Befragungen nicht und locken lediglich mit gratis Downloads.
  2. Für den Erfolg einer Umfrage ist ein individueller Fragebogen notwendig, der speziell auf den Umfragegegenstand zugeschnitten wurde.

Nehmen Sie sich daher die Zeit und überlegen Sie genau, was Sie durch Ihre Umfrage in Erfahrung bringen wollen und gestalten Sie anhand dieser Ziele einen eigenen Fragebogen.

3. Stellen Sie verständliche und konkrete Fragen

Worauf man bei der Fragebogen-Erstellung achten sollteAuch, wenn wir jeden Tag kommunizieren, ist es gar nicht so einfach, die richtigen Fragen zu stellen. Oft …

  • … unterschätzen Fragebogenersteller die Wirkung und
  • überschätzen die Verständlichkeit ihrer Fragen.

Doch beachten Sie immer: Die RespondentInnen können Ihre Gedanken nicht lesen! Vermeiden Sie daher Überforderungen und gestalten Sie die Fragen so verständlich und einfach wie möglich, um eine hohe Rücklaufquote zu erreichen. Wenn die Befragten nicht genau wissen, was sie tun sollen, ist die Gefahr hoch, dass sie den Fragebogen abbrechen und nicht weiter ausfüllen.

4. Schaffen Sie Struktur

Ähnlich wie Bücher, Geschichten oder sogar dieser Artikel benötigen auch Fragebögen einen strukturierten Grundaufbau, um die UmfrageteilnehmerInnen nicht zu verwirren.

  • Einleitung: In diesem Teil sollten Sie sich zunächst vorstellen und allgemeine Hinweise geben. Versetzen Sie sich in Ihre UmfrageteilnehmerInnen und klären vorab alle Fragen, die eventuell in deren Köpfen herumschwirren könnten. Ein paar Beispiele wären:
    • Wer führt diese Umfrage durch?
    • Was ist das Ziel der Befragung?
    • Werden die Daten vertraulich behandelt?
    • Wie viel Zeit wird benötigt?

Denn nur, wenn Ihnen die Befragten vertrauen und den Sinn der Umfrage erkennen, werden sie sich überhaupt die Zeit nehmen, daran teilzunehmen.

  • Hauptteil: Nun folgen ebenso strukturiert die einzelnen Themengebiete. In unserem Artikel „Offene und geschlossene Fragen“ finden Sie hierzu weitere Informationen.
  • Abschluss: Viele Fragebogenersteller unterschätzen den Effekt des Ausklangs des Fragebogens. Gänzlich falsch wäre es, wenn der Fragebogen mit einer Frage aus dem Hauptteil endet. Nutzen Sie den Abschluss eher, um sich für die Zeit und Mühe zu bedanken oder abschließend nochmal um Feedback zu der Umfrage zu bitten.

5. Testen Sie Ihren Fragebogen

Bevor Sie den frischen Fragebogen direkt an die Befragten weitergeben, sollten Sie im kleinen Kreis einen Testlauf starten. Dabei ist es wichtig, dass Sie die Umfrage nicht an Personen senden, die mit der Entstehung betraut waren. Legen sie stattdessen großen Wert auf einen neuen Blickwinkel. So erhalten Sie ein Gefühl dafür, welche Wirkung Ihr Fragebogen auf Außenstehende hat.

6. Langweilen Sie die Befragten nicht

Worauf man bei der Fragebogen-Erstellung achten sollteEgal, ob Befragungen auf Papier, im Internet oder per App durchgeführt werden: Versuchen Sie, den Fragebogen so strukturiert, aber interessant wie möglich zu gestalten. Das heißt:

  • nicht zu viele Fragen
  • kurze, aber verständliche Fragen
  • setzen Sie (sofern möglich und relevant) Medien wie Videos, Fotos und Audio-Dateien ein.

Zu den häufigsten Gründen für das Abbrechen von Befragungen zählen die Art und Verständlichkeit der Fragen, der Zeitaufwand und die Sorge um den Schutz der eigenen Daten. Wenn Sie diese Schwierigkeiten von vornherein beachten, stehen die Chancen für eine erfolgreiche Umfrage deutlich höher. Sollten Sie dennoch Probleme bei der Erstellung eines Fragebogens haben, oder ist Ihnen dieses Unterfangen zu zeitintensiv, können Sie gerne auf unsere langjährige Expertise zurückgreifen. Rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.